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RPC 2015: Eine Enttäuschung? Erwartungshaltungen wirken sich auf das Erlebnis aus

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Ein Wutblog über Wutblogger?
Oder ein persönlicher Versuch, Unzufriedenheit zu relativieren und einen (persönlichen) Gesamteindruck zu beschreiben?
Urteilt selbst:

Ich habe die Tage jetzt schon so einige Statements auf Facebook, google+ (soziale Medien halt, ich lese bloß die beiden, aber wird wohl in anderen ähnlich sein) dahingehend gelesen, dass dort Menschen über die Messe berichten, welche angereist sind ("zum Glück war es wenigstens in der Nähe" liest man dabei aber auch des Öfteren) um dann nach drei bis vier Stunden enttäuscht das Gelände wieder zu verlassen und anschließend ihren persönlichen dann halt legitimermaßen negativ geprägten Erlebnisbericht zu posten.

Trotzdem ärgern mich derartige Berichte dann halt immer auch ein wenig, gab es doch bereits Samstag Mittag kurz nach Eröffnung, welche um 10 Uhr war die Meldung über den RPC Auftritt bei Facebook, wonach keine Karten mehr verkauft würden, Leute nicht mehr anreisen bräuchten und man "versuche, alle mit vorgekauften Karten einzulassen".
Sicher nicht die Schuld derer, die "sich verlaufen haben", aber doch etwas unsensibel.

Nachdem ich mich dann auch in einem Forum, wo entsprechende Stimmen - wenn auch weniger mißmutig - aufkamen schon dazu geäußert habe, wollte ich auf Basis diesen Beitrages das Ganze dann doch noch mal als Blog zusammen basteln, auch um diesen dann einfach verlinken zu können und mich nicht beständig zu wiederholen.

Ich persönlich empfinde es halt als bizarr bis ärgerlich, wenn da Leute in kürzester Zeit über eine Veranstaltung drüber rennen,
die vielleicht einfach nicht für sie gedacht war, wenn sie denn derart von den Erwartungshaltungen abweicht.
Ich vermisse ein wenig die Auseinandersetzung damit, wo denn das Angebot Hoffnungen geweckt hat, welche nicht erfüllt wurden.
Und das Eingeständnis, was man alles schlicht desinteressiert links liegen ließ, um den Durchmarsch in eben dieser kurzen Zeit zu schaffen.

Nun hält ja jeder die eigene stets subjektive Meinung für unverhältnismäßig maßgeblich, das schließt mich dann auch ganz gewiß mit ein,
aber die Behauptung, alles gesehen zu haben (optisch durch draufgucken vielleicht, sich drauf einlassen keinesfalls) finde ich dann doch gewagt.
Es war zwar "nur eine Halle" (10.2, 10.1 drunter war nur mit Bänken für dieses Yu-Gi-Oh! Turnier bestückt und wirkte beim Kommen und Gehen leer, kann aber auch zwischenzeitlich was los gewesen war, ich habe nicht mehr nachgesehen. Dabei handelte es sich aber immerhin auch um Meisterschaften.
Muß einen ja nicht ansprechen, aber vermutlich wirkte sich der vorgehaltene Platz dort unten auch positiv auf die Zahl der Leute, welche eingelassen werden durften, ohne Brandschutzbestimmungen o.ä. zu verletzten, positiv aus.
Denn die Halle 10.2 umfasst den Angaben der Köln Messe nach lediglich 22.415 m² Ausstellungsfläche, ich bezweifle sehr, dass man da dann unbegrenzt Besucher drauf lassen darf. Mit Halle 10.1 kamen noch 22.332 m² hinzu (wer immer die dann bezahlt hat).

Dazu kam noch das Außengelände (welches ja auch keinesfalls vollumfänglich genutzt wurde) mit Marktständen, Flächen auf denen dann Jugger unterwegs waren oder die Greifvögel besichtigt werden konnten und Bühnen mit Programm. Klar, all das lässt sich fix abgehen, aber länger inne gehalten hat man wohl nirgends, wenn man nach drei Stunden wieder draußen ist. Und dass das Programm auf Bühnen dann über den Tag hinweg variiert und verschiedenen Sachen geboten werden, verbietet ja eigentlich auch ein Vorbeigehen wenn man sich denn einen Eindruck verschaffen möchte.
Andernfalls ist das wie "am Open Air Konzert vorbei gefahren - Soundcheck - das ganze Event war nichts besonderes".
Eine ziemlich unqualifizierte Momentaufnahme.

Die Messeleitung hat ganz sicher wie jedes Jahr sehr viel falsch gemacht (für mich subjektiv,
aber vermutlich ließen sich auch objektiv Tatbestände heraus kristallisieren, welche suboptimal waren),
zum Teil aus für mich nicht nachvollziehbaren Gründen, zum Teil aber wohl auch, weil es halt eine Messe
und keine Convention ist, weil Regeln für hunderte Besucher nicht auf eine Veranstaltung mit Tausenden passen.

Und sind wir ehrlich: Weil die Köln Messe an sich als Veranstalter mit dem Rollenspiel oder auch "Nerdtum" soviel gemein hat
wie mit einer Gartenbaumesse - die haben keine Ahnung und wenig Interesse, um was es da geht.
Aber jeder Eingang, jede Halle, jeder m² Säuberung muß (vermutlich sehr teuer) bezahlt werden.

Vielleicht hat sich ja der Ideengeber und Initiiator Andre Kuschel (Geschäftsführer der Enjoy Event Marketing GmbH und lt. eigenem Facebook Profil Chief Executive Officer bei World of Nerds, CEO & Founder bei Miami Rockers und CEO & Founder bei Role Play Convention) damals mal übernommen in 2007 oder das Ganze wirklich an Köln verkauft (?) und wurstelt nur noch organisatorisch mit drin rum? Alles spekulativ, ich weiß da über die Hintergründe nichts, nur dass man sich mit Veranstaltungen in der Größenordnung auch gerne mal verhebt.
Ich weiß es wirklich nicht, ihn mal für ein Interview zu bekommen, klappt seit Jahren nicht. Ob über die RPC Seite oder World of Nerds
Aus 2009, das Jahr in dem die Messe von Münster nach Köln gewechselt ist, gibt es ein Interview von Dorp TV.

Aber dass der Umzug der Messe von Münster nach Köln nach 2008 Platzgründen geschuldet war, halte ich für fragwürdig.
Die hatten dort nämlich auch noch ungenutzte Hallen.
Klar, die dortigen 20.000 m² sind nicht die Welt, aber jetzt die Halle 4.2 hatte halt auch nicht wesentlich mehr.
Es ist ja nicht so, als wäre die RPC jetzt die Massenveranstaltung, welche das größte Messegelände Deutschlands bräuchte
(das wäre im Übrigen auch keinesfalls Köln, Hannover und Frankfurt sind deutlich größer).
Da war wohl einfach ein gutes finanzielles Angebot maßgeblich, im selben Zeitraum hat sich Köln ja auch die gamescom aus Leipzig geangelt,
ein Sternchen mehr im Portfolio bedeutender Messeveranstaltungen. Die RPC mag zwar nicht gigantisch sein,
aber ihrer Art nach wie vor die größte Veranstaltung Europas (und der Titel macht sich halt gut):

Die Koelnmesse organisiert jedes Jahr mehr als 80 Messen, Ausstellungen, Gastveranstaltungen und Special Events im In- und Ausland.
25 davon gelten als die bedeutendsten Messen im jeweiligen Wirtschaftszweig
Quelle Wikipedia

http://de.wikipedia.org/wiki/Role_Play_Convention
Man beachte die Besucherzahlen, soweit überhaupt angegeben,
die Schwankungen sind nicht sooo groß, auch hinsichtlich der Stände
(wie immer die Aussteller da dann gezählt werden) nicht,
aber jedes Jahr werden die Hallen anders zusammen gestückelt / belegt.

Das was in Halle 4.1 und Außengelände in Köln gepasst hat, hätte man wohl auch in Münster unter bekommen,
ob da freilich soviel Laufkundschaft hin gekommen wäre? Müßte man halt mal erforschen,
aber die sind ja nicht mal in der Lage, Besucherzahlen zu veröffentlichen oO
Für 2014 fand ich nur hier welche, da wurden 20.000 angegeben, dieses Jahr war halt "ausverkauft",
was immer das dann an Besuchern sein mögen.
Transparent ist der Umgang mit dem Zahlenwerk jedenfalls nicht, eher peinlich.

Messehallen sind leider grundsätzlich eher laut, haben einen miesen Klang und sind ungemütlich. Das ist leider so.
Da sehe ich dann auch einen wesnetlichen Unterschied zu einer Convention,
die sind kleiner und können in gemütlicherer Umgebung ausgerichtet werden.

Aber was wurde denn von einer RPC als Messe eigentlich erwartet?
Eine Messe als Infoveranstaltung? Welchen Sinn hat sowas im Internetzeitalter eigentlich noch?
Wenn ich was wissen will, warte ich und lese es nach. Dafür rennen dort ja genügend Journalisten und Berichterstatter rum,
auch wenn die RPC kein Pressezentrum hat und das Akkreditierungsverfahren bisweilen befremdlich wirkt.
Ich komme derzeit jedenfalls kaum nach, da die Berichte zusammen zu suchen.
Kein Grund Reisekosten auf mich zu nehmen, Freizeit zu investieren und mich durch Menschenmengen zu drängen,
die gamescom lebt auch nicht zuletzt vom Außengelände mit Biergartenfunstimmung.
Und von Goodieäffchen, die für Loot alles tun. Sehen und Gesehen werden.
Erlebnischarakter halt. Wer nichts erleben will, konsumiert besser Berichte Dritter, billiger und bequemer.


Die RPC hatte

  • tolle Konzerte, die Bands waren wirklich alle nett (wo kann man sich nach Konzerten noch so mit den Künstlern unterhalten?) und m.E. gut
  • ein Lesecafe mit sehr netten Autoren, zwei Autorinnen habe ich durch Glück an ihrem Stand angetroffen, ins Cafe hab ich es nicht geschafft
  • Workshops, die zum Teil sehenswert gewesen wären, hätte ich die Zeit. Zugegebenermaßen hasse ich aber auch den Klang da drin und dieses Gefühl in einer Pappschachtel gefangen zu sein. Liegt aber nicht an denen, die da Inhalte anbieten. Die würden in extra Konferrenzräume gehören und nicht in die Halle, ebenso das Lesecafe.
  • Cosplayer, die sehr vielen Leuten für Andenkenbilder zur Verfügung standen, Tipps für Kostümbau gaben und für ein Schwätzchen zu gewinnen waren (und aus ganz Deutschland und auch dem Ausland angereist waren). Die kommen im Übrigen ja auch zur Buchmesse ohne Autoren zu sein. Sehen und Gesehen werden, außerdem sind nicht wenige Kostümvorbilder halt aus Comics, Büchern oder Computerspielen bzw. Film
  • Larper, die für den Laien von Cosplayern nicht ohne weiteres auseinander zu halten sind, aber halt Veranstaltungen organisieren und dort bewerben (Aufgefallen sind mir halt wie jedes Jahr Lost Ideas, aber gab sicher noch andere)
  • Wo wir beim Film sind: Das Kinozelt war zu klein, Videovorführungen von Filmen fanden teilweise schlecht bis gar nicht ausgeschildert für eine Handvoll Leute in den Workshop Hasenkisten statt Aber auch die gab es. Da ginge aber sicher auch mehr und das Ganze auch besser, muß aber halt jemand bezahlen und solange die Messe nur Samstag und Sonntag statt findet, hätte ich gar nicht die Zeit für sowas
  • Computerspiele wie TESO, die sogar ihren CM aus den Staaten eingeflogen haben (dass Kai Schober Deutscher ist, half sicher, aber billiger wurde es dadurch ja nicht). Allen, die motzen "Was machen denn Computerspiele hier?!". Etwas mehr Toleranz, es gibt auch genügend Menschen, die sich gerne in mehreren Teil- und Schnittmengen tummeln. Abgesehen davon waren die auch Hauptsponsor, durch deren Gelder wird vieles andere überhaupt erst möglich. Ich fand auch nicht, dass die jetzt so dominant gewesen wären, wie ich sie beispielsweise 2008 noch empfunden habe.
  • Der Nerdpol Stand beispielsweise war wohl kaum einer, der da Ausstellergebühren gezahlt hat, die Halle aber muß bezahlt werden, ob die Stände nun Besucher anlocken oder nicht - das zahlen die großen lauten "was wollen die denn?" Firmen dann mit. Aber spannend wird das Ganze halt auch durch die Kleinen, ohne kommerzielle Absichten.
    Für Fanseiten und Com. Projekte jedenfalls eine tolle Gelegenheit, sich zu präsentieren (inwieweit das dann klappt, liegt an denen - ein toller Stand mit Werbetafeln und Banner hilft halt - bloß kann sich den auch nicht jeder leisten) oder einfach nur dort ein Treffen zu veranstalten. Von so Projekten gab es einige, auch wenn man da leicht dran vorbei geht, ohne sie als Solches zu erkennen.
  • In den Bereich fallen dann halt auch Bühnenshows, welche mir persönlich auch nicht so viel geben (mich stört vor allem die Lautsprecherei und bei "Zeigt eure Hände" bekomme ich das kalte Grausen, bin doch kein Zirkusaffe. Da wäre mir mehr Con und weniger Messe lieber), wobei die Kostümwettbewerbe wie auch manche Vortragsveranstaltung doch großartig waren. Auch die brauchen als Gemeinsamkeit zu den Fanprojekten dann irgendwie Sponsoren mit Preisen (und der Kohle die Bühne und Technik zu bezahlen), da muß man auch mal deren Werbeanliegen ertragen.
  • Die YouTube "Stars" waren wohl wie auch die prominenten Cosplayer vom World of Nerds Projekt geködert (und mit finanziert, jeder der dort auftritt, möchte bzw. muß sich refinanzieren, sei es durch Autogramme, Verkäufe, Kostenübernahme oder Gage. Das alles mit dem Eintritt zu erschlagen, da wäre dieser deutlich teurer).
  • Obiges betrifft dann auch die Schauspieler, die da "zu teuer" Autogramme verkaufen - die müssen Flug, Hotel etc. bezahlen und haben die Tage keine anderen Einnahmen, dafür Jet Lag, Sprachbarrieren und vermutlich nur bedingt Spaß. Und die Autogramme werden dann auch ebay und Co gehandelt. Auf amerikanischen Verabstaltungen ist Entgeltlichkeit für sowas halt auch üblich, die haben ja auch beim Trinkgeld einen anderen Ansatz.
  • Einen Mittelaltermarkt mit Anbietern, die auch weite Anreisen, nicht wirklich günstige Standgebühren und eine hohe Abhängigkeit vom Wetter in Kauf genommen haben um dort zu sein. Mehr Dächer! Deren Angebote sind vielleicht nicht billig, aber das hat Gründe. Und wenn Kunsthandwerker dann mißtrauisch gucken, wenn man Sachen abfilmt, lässt sich das in freundlichem Gespräch auch klären, aber da haben halt viele Angst vor "Industriespionage", die leben ja auch von eigenen Ideen und sind wegen der Betriebsgröße und Handarbeit halt teurer, als wenn das jemand dann abkupfert
  • Illustratoren, die von der Messe vergünstigte Angebote für einen Stand bekommen haben (normalerweise kostet ein Meter Stand wohl 70 Euro und man müsse mindestens 10 nehmen wurde mir gesagt). Auch die werden da nicht reich. Und hocken rum statt selber gucken zu können.
  • Stände kosten nicht bloß Standgebühr, auch jeder Helfer muß finanziert werden, im Wesentlichen wird das wohl auch aus Werbezwecken gemacht und nicht voll durch Verkäufe refinanziert. Und für die Werbung ist halt die Presse da als Medium, dem man Auskunft gibt, wichtiger als der einzelne Fan, profitiert man aber spätestens dann davon, wenn die Sachen veröffentlicht werden (bleibt zumindest zu hoffen). Also Bewerbung gab es auch, wenn auch nicht so dicht an Infos, wie man sich das wohl wünschen würde. Man kann die Sachen halt auch mal anfassen, bzw "in echt" sehen.
    Manche Sachen (Kostümkrams, Klamotten, teure Waren allgemein) würde ich zumindest ungern kaufen, ohne sie in der Hand gehabt zu haben.
  • Spielrunden von ehrenamtlichen Helfern, die selber nichts von der Messe sehen, aber oft genug Sachen gefragt werden, die sie nicht wissen - die Verlage und Firmen haben doch recht wenig Volllzeitkräfte, die auch anständig bezahlt werden. Ich hatte jedenfalls nirgends das Gefühl unfreundlich behandelt zu werden.
  • Brett- und Kartenspiele
  • Mitmachgelegenheiten (Zinnfiguren malen, mittelalterliche Tänze, Schwertkampf, Jugger, Laserballerkrams...)


War alles nichts? Schade, aber was wurde denn dann erwartet?

Mir hat es gefallen, vielleicht kommen ja nächstes Jahr für Besucher, für die es "die erste und letzte RPC war" dann welche von den armen Menschen rein, die 2015 noch wegen Überfüllung / Ausverkauft vor verschlossenen Toren stehen bzw. daheim bleiben mußten.
Trotzdem bleibt es eine Schande, dass man einerseits wie wild auf Wachstum drängt und wirbt, andererseits aber den Besucheransturm nicht zu stemmen vermag. Erinnert mich auch an die gamescom, jedes Jahr sollen neue Rekorde her, aber reicht werden die nur noch durch Umschichten der Massen, Verschlechterung der onditionen (keine Dauerkarten mehr zum Beispiel oder einmal draußen, rein geht trotz Karte jetzt nicht mehr, weil voll, bitte warten...)

Das wie auch das alljährliche Chaos rund um den Einlass, Akkreditierung und die Besucherführung, Standplatzvergabe und interne Orga wären Dinge, die mich ärgern. Da ginge einiges mehr und besser. Sitzungsräume für Lesungen oder Workshops statt diese mies gedämmten Boxen wären auch mal was.
Aber ob das an der Messe Köln als Veranstalter oder den RPC Organisatoren, der Kommunikation untereinander (die RPC Seite war auch mal besser und weit weniger facebook lastig) liegt?
Fängt bei unbekannten Besucherzahlen an, führt über Adressen wie presse@rpc2012 auf der Webseite, deren Eingänge scheinbar einfach versumpfen, Programmhefte, welche zu spät raus kommen und trotzdem unvollständig sind bzw. nicht stimmen, maue Beschilderung und Ausweisung der einzelnen Angebote bis hin zu nicht greifbaren Verantwortlichen und demnach keinerlei Möglichkeit, da auf Verbesserungen hinzuwirken...

Toll war es für mich und wohl auch viele andere trotzdem, ich habe viele Leute getroffen, die man leider in der Zusammenballung auch nur dort antrifft, viel gesehen, hätte an fast jedem Stand anhalten und ein Schwätzchen beginnen können (und wollen, aber die Zeit).
Was man alles hätte ausprobieren können - aber es sind nur zwei Tage und der Sonntag ist immer viel zu kurz, überrnächtigt vom Samstag, nicht nur man selber, auch die meisten anderen, kommt man spät in die Gänge und "am Abend" (eher hellichter Tag) werden Acts wie Xandria nach 25 Minuten Konzert - obwohl die nach eigener Aussage gerne auch deutlich länger gespielt hätten - abgewürgt, weil ja die Hallen und das Außengelände geräumt werden müssen und das Ende 18 Uhr fix ist.

Ärgerlich und gerade weil es mir viel zu kurz für die Ballung an Angebot ist, dann auch das Unverständnis über Leute, die meinen "drei Stunden - wie öde, böh" (es gab Leute, die durften nicht mal die drei öden Stunden, dessen solltet ihr euch mal bewußt werden, auch wenn ihr sicher nichts dafür könnt. Aber man sollte es vielleicht mal im Hinterkopf behalten).
Wie bereits oben erwähnt, wäre das ein Problem, über welches sich die Orga dringend Gedanken machen sollte,
denn das tollste Angebot nebst Werbung verpufft, wenn man die Menschen nicht unterbringen kann.

Ich fände es schön, würde die Messe länger gehen, da findet zuviel zeitgleich statt und allzuoft gibt es keine Gelegenheit, Verpasstes später als Wiederholung zu einem anderen Termin wahr zu nehmen. Ob nu Konzerte, die nur einmal statt finden, Lesungen, Workshops, usw.
Es gibt nur eine Chance bzw. die Qual der Wahl, was man sich dann raus pickt.
Schade!

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